Die Bibel in Bildern

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1. Mose 1
Die Schöpfung

Das erste Kapitel der Bibel erzählt die Erschaffung der Welt in sechs Tagen, jeder mit derselben Wendung: „Und Gott sprach … und es geschah also … da ward aus Abend und Morgen“. Der Text schreitet voran wie ein Gedicht: Zuerst ordnet er das Chaos, dann füllt er es mit Leben.

Text: Lutherbibel 1912 (gemeinfrei). Titel, Einleitung und Illustrationen: Imago Biblia.

Sechs Bilder in zwei Spalten. Links die Tage 1 bis 3: das Licht über dem Meer, der Himmel als Gewölbe über den Wassern, das Land voller Bäume. Rechts die Tage 4 bis 6, die sie füllen: Sonne, Mond und Sterne; die Vögel und die Fische; die Tiere, der Mann und die Frau. Tag 1 · Licht Tag 2 · Himmel und Wasser Tag 3 · Land und Pflanzen Tag 4 · Lichter Tag 5 · Vögel und Fische Tag 6 · Tiere und Menschen
  • Tage 1 bis 3: die Räume schaffen
  • Tage 4 bis 6: sie füllen

Verse 1 und 2

Vor dem Licht

Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.

Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser.

Ein dunkler, uferloser Ozean unter einem schwarzen Himmel, die Oberfläche vom Wind aufgewühlt.

Erster Tag · Verse 3 bis 5

Es werde Licht

Und Gott sprach: Es werde Licht! und es ward Licht.

Und Gott sah, daß das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis

und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag.

Ein gewaltiges Licht bricht über dem dunklen Ozean hervor und drängt die Finsternis an die Ränder.

Zweiter Tag · Verse 6 bis 8

Die Feste zwischen den Wassern

Und Gott sprach: Es werde eine Feste zwischen den Wassern, und die sei ein Unterschied zwischen den Wassern.

Da machte Gott die Feste und schied das Wasser unter der Feste von dem Wasser über der Feste. Und es geschah also.

Und Gott nannte die Feste Himmel. Da ward aus Abend und Morgen der andere Tag.

Die Welt, wie die Leser der Antike sie sich vorstellten: ein Vorrat an Wasser ganz oben, darunter ein durchsichtiges Gewölbe und die Erde inmitten der Meere. Wasser über der Feste Die Feste: der Himmel (V. 8) Land Wasser darunter: die Meere

Dritter Tag · Verse 9 bis 13

Das Land und die Pflanzen

Und Gott sprach: Es sammle sich das Wasser unter dem Himmel an besondere Örter, daß man das Trockene sehe. Und es geschah also.

Und Gott nannte das Trockene Erde, und die Sammlung der Wasser nannte er Meer. Und Gott sah, daß es gut war.

Und Gott sprach: Es lasse die Erde aufgehen Gras und Kraut, das sich besame, und fruchtbare Bäume, da ein jeglicher nach seiner Art Frucht trage und habe seinen eigenen Samen bei sich selbst auf Erden. Und es geschah also.

Und die Erde ließ aufgehen Gras und Kraut, das sich besamte, ein jegliches nach seiner Art, und Bäume, die da Frucht trugen und ihren eigenen Samen bei sich selbst hatten, ein jeglicher nach seiner Art. Und Gott sah, daß es gut war.

Da ward aus Abend und Morgen der dritte Tag.

Hügel, die aus dem Meer auftauchen und sich mit Gräsern, wildem Getreide, Feigen-, Oliven- und Dattelbäumen bedecken.

Vierter Tag · Verse 14 bis 19

Die Lichter am Himmel

Und Gott sprach: Es werden Lichter an der Feste des Himmels, die da scheiden Tag und Nacht und geben Zeichen, Zeiten, Tage und Jahre

und seien Lichter an der Feste des Himmels, daß sie scheinen auf Erden. Und es geschah also.

Und Gott machte zwei große Lichter: ein großes Licht, das den Tag regiere, und ein kleines Licht, das die Nacht regiere, dazu auch Sterne.

Und Gott setzte sie an die Feste des Himmels, daß sie schienen auf die Erde

und den Tag und die Nacht regierten und schieden Licht und Finsternis. Und Gott sah, daß es gut war.

Da ward aus Abend und Morgen der vierte Tag.

Drei Medaillons: ein Himmel halb Tag, halb Nacht mit Sonne und Mond; ein Sternenhimmel mit den Mondphasen über einer Herde; Sonnenstrahlen über dem Feld.
  • Scheiden Tag und Nacht · V. 14
  • Zeichen für Zeiten, Tage und Jahre · V. 14
  • Scheinen auf die Erde · V. 15

Fünfter Tag · Verse 20 bis 23

Die Fische und die Vögel

Und Gott sprach: Es errege sich das Wasser mit webenden und lebendigen Tieren, und Gevögel fliege auf Erden unter der Feste des Himmels.

Und Gott schuf große Walfische und allerlei Getier, daß da lebt und webt, davon das Wasser sich erregte, ein jegliches nach seiner Art, und allerlei gefiedertes Gevögel, ein jegliches nach seiner Art. Und Gott sah, daß es gut war.

Und Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und mehrt euch und erfüllt das Wasser im Meer; und das Gefieder mehre sich auf Erden.

Da ward aus Abend und Morgen der fünfte Tag.

Ein Bild geteilt zwischen Meer und Himmel: unter Wasser Fischschwärme und ein Wal, darüber Schwärme vieler Vogelarten.

Sechster Tag · Verse 24 bis 31

Die Tiere und der Mensch

Und Gott sprach: Die Erde bringe hervor lebendige Tiere, ein jegliches nach seiner Art: Vieh, Gewürm und Tiere auf Erden, ein jegliches nach seiner Art. Und es geschah also.

Und Gott machte die Tiere auf Erden, ein jegliches nach seiner Art, und das Vieh nach seiner Art, und allerlei Gewürm auf Erden nach seiner Art. Und Gott sah, daß es gut war.

Und Gott sprach: Laßt uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht.

Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie einen Mann und ein Weib.

Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über alles Getier, das auf Erden kriecht.

Und Gott sprach: Seht da, ich habe euch gegeben allerlei Kraut, das sich besamt, auf der ganzen Erde und allerlei fruchtbare Bäume, die sich besamen, zu eurer Speise,

und allem Getier auf Erden und allen Vögeln unter dem Himmel und allem Gewürm, das da lebt auf Erden, daß sie allerlei grünes Kraut essen. Und es geschah also.

Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte; und siehe da, es war sehr gut. Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag.

Ein Mann und eine Frau, von hinten gesehen, auf einem Hügel im Morgenlicht, mit Blick über eine fruchtbare Ebene voller Herden und wilder Tiere.