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1. Mose 13
Abram und Lot

Das dreizehnte Kapitel erzählt, wie Abram reich beladen nach Kanaan zurückkehrt. Seine Herden und die seines Neffen Lot sind zu groß, um beieinander zu wohnen: Abram lässt Lot wählen, und Lot zieht in die fruchtbare Gegend am Jordan, nahe bei Sodom. Danach verheißt der HERR Abram das ganze Land, das er sieht, und Nachkommen so zahlreich wie der Staub der Erde.

Text: Lutherbibel 1912 (gemeinfrei). Titel, Einleitung und Illustrationen: Imago Biblia.

Verse 1 bis 4

Die Rückkehr nach Beth-El

Also zog Abram herauf aus Ägypten mit seinem Weibe und mit allem, was er hatte, und Lot auch mit ihm, ins Mittagsland.

Abram aber war sehr reich an Vieh, Silber und Gold.

Und er zog immer fort von Mittag bis gen Beth-El, an die Stätte, da am ersten seine Hütte war, zwischen Beth-El und Ai,

eben an den Ort, da er zuvor den Altar gemacht hatte. Und er predigte allda den Namen des HERRN.

Mit einem Stab in der Hand führt Abram eine lange Karawane durch die Hügel Kanaans: Sarai auf einem Esel, Lot, Kamele mit Truhen und goldenen Gefäßen beladen, Herden; auf einem Hügel zwischen zwei Städten raucht der Altar von früher.

Verse 5 bis 7

Der Zank der Hirten

Lot aber, der mit Abram zog, der hatte auch Schafe und Rinder und Hütten.

Und das Land konnte es nicht ertragen, daß sie beieinander wohnten; denn ihre Habe war groß, und konnten nicht beieinander wohnen.

Und es war immer Zank zwischen den Hirten über Abrams Vieh und zwischen den Hirten über Lots Vieh. So wohnten auch zu der Zeit die Kanaaniter und Pheresiter im Lande.

An einem steinernen Brunnen streiten zwei Gruppen von Hirten mit großen Gesten inmitten der dicht gedrängten Herden; auf dem Hügel liegt eine kanaanitische Stadt.

Verse 8 bis 13

Lot erwählt die Gegend am Jordan

Da sprach Abram zu Lot: Laß doch nicht Zank sein zwischen mir und dir und zwischen meinen und deinen Hirten; denn wir sind Gebrüder.

Steht dir nicht alles Land offen? Scheide dich doch von mir. Willst du zur Linken, so will ich zur Rechten; oder willst du zur Rechten, so will ich zur Linken.

Da hob Lot sein Augen auf und besah die ganze Gegend am Jordan. Denn ehe der HERR Sodom und Gomorra verderbte, war sie wasserreich, bis man gen Zoar kommt, als ein Garten des HERRN, gleichwie Ägyptenland.

Da erwählte sich Lot die ganze Gegend am Jordan und zog gegen Morgen. Also schied sich ein Bruder von dem andern,

daß Abram wohnte im Lande Kanaan und Lot in den Städten der Jordangegend und setzte seine Hütte gen Sodom.

Aber die Leute zu Sodom waren böse und sündigten sehr wider den HERRN.

Auf einem felsigen Grat streckt Abram die Hand zum Land aus, während Lot das grüne Jordantal betrachtet, mit seinem Fluss, seinen Palmen und einer ummauerten Stadt; hinter ihnen Sarai und die Herden.

Verse 14 bis 17

„Hebe deine Augen auf“

Da nun Lot sich von Abram geschieden hatte, sprach der HERR zu Abram: Hebe dein Augen auf und siehe von der Stätte an, da du wohnst, gegen Mittag, gegen Morgen und gegen Abend.

Denn alles Land, das du siehst, will ich dir geben und deinem Samen ewiglich;

und ich will deinen Samen machen wie den Staub auf Erden. Kann ein Mensch den Staub auf Erden zählen, der wird auch deinen Samen zählen.

Darum so mache dich auf und ziehe durch das Land in die Länge und Breite; denn dir will ich's geben.

Bei Sonnenuntergang steht Abram, von hinten gesehen, mit offenen Armen auf einem Hügel und blickt über das Land bis zum Meer; tief unten zieht Lots Karawane zur Ebene hin.

Vers 18

Der Hain Mamre

Also erhob Abram sein Hütte, kam und wohnte im Hain Mamre, der zu Hebron ist, und baute daselbst dem HERRN einen Altar.

Unter gewaltigen Eichen vor den Zelten kniet Abram mit erhobenen Händen vor einem rauchenden Steinaltar; Sarai, die Frauen des Lagers und die Herden sind um ihn, in der Ferne Hebron.